2021
100 Jahre
Schwenninger Heimatverein

Wolodymyr Shcherbina (Bild) lebt heute 96jährig in der Ukraine, in Mykolajiv am Schwarzen Meer. Er wurde als junger Mann nach Deutschland verschleppt und musste in Schwenningen bis zum Kriegsende Zwangsarbeit leisten. Nach seiner Rückkehr kam er geradewegs in ein Filtrationslager in den Donbas in dem er im Bergbau wiederum schuften musste. 

Heute muß Herr Shcherbina mit altersbedingten Einschränkungen leben. Er wird von seiner Tochter betreut. Zur Zeit gebe es zwar weiterhin Luftalarme, aber sie kämen soweit zurecht, meint die Tochter. Es sei viel besser als im Sommer, als es Beschuss der Stadt gegeben habe. Man lebe mit Stromausfällen, Wasser sei vorhanden (allerdings „natürlich kein Trinkwasser“). Die Preissteigerungen seien ein Problem, wobei die Tochter vermutete, das sei bei uns ja wahrscheinlich auch so.

In Schwenningen gab es während des 2. Weltkrieges 12 Arbeitslager mit weit über 2000 Fremd- bzw. Zwangsarbeiter. Der Unterstützung der Überlebenden hat sich das das Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte in der Ukraine angenommen. Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Kontakte-Kontakty e. V
IBAN: DE59 1009 0000 2888 9620 02 BIC: DEVODEBB (Berliner Volksbank)

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Vermerk „Schwenningen“ als Verwendungszweck oder als zusätzliche Nachricht angegeben wird! So kann die Spende dieser Aktion zugeordnet werden.

 

Am Sonntag, den 5. Februar, öffnet ab 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr das Heimat- und Uhrenmuseum in Schwenningen. Dabei werden folgende Kurzführungen angeboten:

Stadtführerin Barbara Bouyer berichtet um 15:00 Uhr vom Kartonagenfabrikanten und Ehrenbürger Christian Link. Zu seinen Lebzeiten tat sich der Unternehmer auch als großer Förderer des Heimatmuseums hervor, dem unter anderem auch das schmucke Biedermeierzimmer (siehe Bild) zu verdanken ist.

Stadtführer Hans-Joachim Sproß lüftet um 16.00 Uhr die Geheimnisse einer Ofenplatte des Christian Bürk: Was haben die Jahreszahlen 1805, 1807 und 1831 auf einer Truhe und einem Ofen in Zusammenhang mit dem Namen zu bedeuten? Welche Rolle spielten einst die Objekte?

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das Museum öffnet jeden 2. Sonntag seine Türen. Das jeweilige Programm wird von einer Projektgruppe erfahrener Stadtführerinnen und Stadtführer angeboten. Mehr Infos gibt es auf www.heimatmuseum-schwenningen.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Mit dieser erfolgreichen und vollkommen ausverkauften Veranstaltung  eröffnete unser Verein sein diesjäriges Jahresprogramm und zeigte erneut seine Vielfältigkeit. Wir gestaltung und wir bewahren und wir leben auch Kultur.

Die obige Veranstaltung wurde wie folgt angekündigt: 

Am Samstag, dem 28. Januar 2023 gibt´s im Heimatstüble in Schwenningen was auf die Ohren.

Michel bekannt vom satirischen Rückblick oder von de Michel und Frau Pflug, kommt mit seinem Soloprogramm „best of“ endlich wieder heim nach Schwenningen.

Seien Sie also dabei, wenn der Michel vom Leder zieht. Wenn er erzählt vom zwischenmenschlichen Wahnsinn in der Ehe, von erlebten, aber skurrilen Alltagsgeschichten, von seinen ersten Erfahrungen mit Rentnern und Urologen, vom eigentlichen Sinn des Lebens und von Kindern mit Berufsziel Rentner.

Ein Muss für alle Kabarettfans mit dem Hang zum zwischenmenschlichen Wahnsinn. Vom Alltäglichen zum Banalen, einmal hin und wieder zurück, zum ablachen, schmunzeln und Schenkel klopfen.

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2023.

hmw

 

Jahresgruß des Oberbürgermeister Jürgen Roth

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