Als „lose Gruppierung“ sind die Anfänge der Trachtengruppe bis ans Ende des vorigen Jahrhunderts zurückverfolgen. Verschiedene Schwenninger Bauern trafen sich, um gemeinsam an verschiedenen Veranstaltungen und Trachtenfesten in Tracht an Umzügen teilzunehmen.

Im Jahre 1893 ist zum ersten Male dokumentiert, daß eine Gruppe Schwenninger in Tracht am Umzug anläßlich des Landwirtschaftlichen Hauptfestes in Bad Cannstatt teilgenommen hat. (Foto vorhanden, eine Teilnehmerin trägt zur Hippe einen Strohhut!). Dieser Brauch wurde auch in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen beibehalten.

Nach dem 2. Weltkrieg fand sich wieder eine Gruppe zusammen, um Schwenningen auf einem Trachtenfest in Überlingen zur vertreten (1949). Seit diesem Zeitpunkt traf sie sich regelmäßig.
Am 18.03.1951 trat die Gruppe als selbständige Gruppe in den am 06.01.51 gegründeten Trachtengau Schwarzwald, damals Sitz in Schramberg, ein (zuvor ist eine Integration in den Gebirgstrachtenverein Almfrieden gescheitert). Das Jahr 1951 wurde bisher als das Gründungsjahr der Trachtengruppe angesehen.

1952 wurde die Trachtengruppe unter dem Namen „Verein der Barmer Tracht e. V.“ im Vereinsregister in Rottweil eingetragen (Gründungsversammlung: 24.07.52). Der junge Verein brachte zu diesem Zeitpunkt auch ein eigenes Mitteilungsblatt heraus, das monatlich erschien mit dem Namen „Das Monatsblättle“.

In den folgenden Jahren waren Bestrebungen im Gange, den bis zu diesem Zeitpunkt nur noch auf dem Papier stehenden Verein für Heimatkunde wieder zum Leben zu erwecken. Junge, aktive potentielle Mitglieder sah man in den „Aktiven“ der Trachtengruppe. Letztendlich bedarf es hierzu aber eines Gerichtsbeschlusses des Amtsgerichts Rottweils, das den damaligen Verein für Heimatkunde für nicht mehr existent erklären wollte. Am 21. April 1956 (Sängerheim Frohsinn) war es dann so weit. Der Verein der Baarmer Tracht löste sich auf und seine Mitglieder wurden geschlossen in den ab diesem Zeitpunkt unter neuem Namen geführten „Schwenninger Heimatverein“ aufgenommen. Außer jungen Mitgliedern wurde dem Schwenninger Heimatverein“ als weitere Mitgift die Heimatzeitschrift „Das Monatsblättle“ (später „Das Heimatblättle“) eingebracht mit einer damaligen Auflage von bereits mehreren tausend Exemplaren (Auflage 1954: 2400 Exemplare!).


Innerhalb des Schwenninger Heimatvereins führte und führt die Trachtengruppe ein Eigenleben mit eigenen Organen (Obmänner bzw. Vorstände, Hauptversammlungen mit Wahlen) bis auf den heutigen Tag weiter.

Von 1971 bis 1986 existierte neben der Trachtengruppe eine selbständige Jugendtrachtengruppe (Leitung Elisabeth Lorenz, später Weber) innerhalb des Schwenninger Heimatvereins.

Vorstände der Trachtengruppe waren: (der Reihe nach)

Eugen Baum, Imanuel Ohnmacht, Herbert Müller, Gerhard Friedrich Weber-Benzing, Else Maier, Guido Schuhheida, Hans Martin Weber, Ralf Schade (ab 2004).


Ehrenvorstände der Trachtengruppe waren bzw. sind:

Christian Link, Eugen Baum, Gerhard Friedrich Weber-Benzing, Hans-Martin Weber

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