2021
100 Jahre
Schwenninger Heimatverein

Geschichts- und Naturlehrpfad Villingen und Schwenningen

Die ersten Ideen, einen solchen Pfad um Schwenningen einzurichten, entstanden im Schwenninger Heimatverein 1999. Es galt, die geschichtsträchtigen, aber auch geologisch und entwicklungsgeschichtlich wichtigen Orte um die Schwenninger Gemarkung mittels Informationstafeln zu versehen. Als Helfer konnten Mitglieder des Schwäbischen Albvereins, des Schwarzwaldvereins und des Arbeitskreises Moos (heute Umweltzentrum) gewonnen werden. Desgleichen war das Städtische Forstamt mit eingebunden.

Eigentlich wollten wir im Jahr 2001 beginnen, doch warf der Orkan »Lothar« unsere Planung um mehrere Jahre zurück. 2005 endlich und nach einigen vorbereitenden Wegbegehungen mit Revierleiter Allgaier konnte der Stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, der auch die gesamt Organisation und Planung erledigte, mit Dr. Tobias Kühn, dem Leiter des Städt. Forstamtes den Wegeplan entwickeln und die Standorte der ersten Tafeln festlegen. Die Arbeiten verliefen in mehreren Abschnitten.

Das mit dem Städt. Forstamt entwickelte Konzept wurde in in drei Teilschritten verwirklicht.  Das erste Teilstück des Schwenninger Geschichts- und Naturlehrpfades von 8 km Länge, wurde im Oktober 2006 durch den Oberbürgermeister eingeweiht, im Juli 2009 folgte der zweite 4 km lange Abschnitt. Der Schwenninger Rundweg wurde mit weiteren 8 km Länge im Mai 2011 fertiggestellt. Insgesamt 62 Informationstafeln erklären bedeutende Wegmarken.

Bereits 2006 wurde der Kontakt zwischen dem Schwenninger Heimatverein und dem Villinger Geschichts- und Heimatverein intensiviert mit dem Ziel, den Geschichts- und Naturlehrpfad auf Villinger Gemarkung im Sinne der gemeinsamen Stadt Villingen-Schwenningen weiterzuführen. Der etwa 32 km lange Villinger Rundweg wurde 2013 fertiggestellt, so dass jetzt rund 52 km Wanderwege vorbei an Geschichts- und Naturdenkmälern begangen werden können.

Ein gedruckter Wanderführer kann erworben werden

Der nun vorliegende Wanderführer, gemeinsam von den Heimat- und Geschichtsvereinen der beiden großen Stadtbezirke erstellt, soll dem geschichts- und naturinteressierten Wanderer eine  Hilfe sein. Er kann bequem in der Tasche mitgeführt werden. Der Wanderführer hat insgesamt 40 Seiten, ein herausnehmbares Faltblatt mit den Wegkarten ist beigelegt, farbige Bilder unterstützen die Beschreibung der Wege.

Autoren der Wegschreibungen sind  Siegfried Heinzmann und Eberhard Härle.

Der Wanderführer ist bei der Tourist-Info in den beiden großen Stadtbezirken erhältlich sowie beim Schwenninger Heimatverein.

Geschichts- und Naturlehrpfad 2019 neu gerichtet

Der Schwenninger Heimatverein hat den Geschichts- und Naturlehrpfad im 2 Halbjahr des Jahres 2019 neu gerichtet. Bei winterlichen Temperaturen wurden im Dezember 2019 an wegkritischen Stellen noch neue Pfähle mit Wegzeichen gesetzt. Insgesamt dauerte der ehrenamtliche Arbeitseinsatz 12 Tage.
 
Die gesamte Länge des Schwenninger Geschichts- und Naturlehrpfads beträgt ca. 20 Kilometer. So ein Wanderweg muss nicht nur geplant und mit Wanderzeichen versehen werden, sondern die Beschilderung muss auch von Zeit zu Zeit überprüft werden. Im Jahr 2017 säuberten Hans Späth, Karl Schmid und Herbert Schäfer die Informationstafeln und die Wegzeichen, die im Laufe der Zeit stark verschmutzt und teilweise kaum lesbar waren. Bewaffnet mit Wassereimer, Putzlappen, Putzmittel, Bürsten und Treppenleiter machten sich die drei Wanderfreunde auf dem Geschichts- und Naturlehrpfad an die Arbeit. Dabei stellte sich heraus, dass viele Wegzeichen mutwillig beschädigt waren oder als Souvenir mitgenommen wurden. Damit die Wanderer nicht fehllaufen, entschloss man sich für eine gründliche Überprüfung. Der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende des Schwenninger Heimatverein, Hans Martin Weber erklärte sich spontan bereit, Karl Schmid, Mitglied des Schwarzwaldvereins und Herbert Schäfer, Mitglied in beiden Vereinen, bei dem Vorhaben zu unterstützen. In der Zeit vom 18. Juni bis 6. Dezember 2019 waren die drei Wanderfreunde nach Terminabsprachen an 12 Tagen, jeweils von 9.00 Uhr bis ca. 13.30 Uhr im Arbeitseinsatz. Das nötige Material, wie Wegzeichen, Rohrschellen, Schrauben und Nägel, sowie das nötige Werkzeug, wie Hammer, Zange, Beil, Akku-Schrauber, Säge, Astschere und Treppenleiter wurden auf einem Transportwagen mitgeführt. Fehlende oder beschädigte Wanderzeichen wurden ersetzt. Oftmals wurden die Wegzeichen so versetzt, damit der Wanderer sie aus kurzer Entfernung schneller erkennt. Dazu gehört auch, dass die Sträucher in unmittelbarer Umgebung der Informationstafeln und der Wegzeichen freigeschnitten wurden.

Bilder

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